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"CHIO"-Museum

Aachen

Am 15. Juni 2007 wurde in Aachen das „CHIO-Museum" eröffnet, das sich dem für die Stadt Aachen wichtigen, aber museal bislang nicht berücksichtigten Thema Reitsport widmet. Träger der neuen Einrichtung ist der 1898 gegründete Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. (ALRV). Das Museum hat seinen Sitz im zweiten Obergeschoss der Geschäftsstelle mit 130 qm Ausstellungsfläche. Dokumentiert wird die Geschichte des Aachener Pferdesports seit dem Ende des 19. Jahrhunderts über das erste „Reit- und Fahrturnier" 1924 bis zum „Concours Hippique International Officiel" (CHIO) und den Erfolg dieser Sportveranstaltung – allein in diesem Jahr kamen 387 000 Besucher –, die Aachen seit den 1950er Jahren zum Zentrum des Internationalen Pferdesports gemacht hat. Erinnerungsstücke an die großen Namen, Pokale, Medaillen, Fotos und Widmungen der berühmtesten Reitsportler nehmen großen Raum ein. U.a. sind der Frack von Josef Neckermann – der Unternehmer war einer der erfolgreichsten Dressurreiter der Welt – oder die Reitstiefel von Hans Günter Winkler, der seine Weltkarriere als Springreiter 1955 in Aachen begonnen hatte. Ergänzt wird die Ausstellung durch Filmsequenzen zu den Turnieren der früheren Jahre und einen Computer-Bildschirm zum Abrufen von Hintergrundinformationen. Zum Abschluss des Rundgangs können sich die Besucher auf dem Siegerpodest vor einem Großfoto der Reit-Weltmeisterschaft 2006 ablichten lassen, bevor sie – dem nur für das Aachener Turnier typischen Brauch beim „Abschied der Nationen" entsprechend – von elektronisch gesteuerten winkenden weißen Taschentüchern aus dem Museum entlassen werden.