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Dass der Kohlenbergbau nicht nur in der ‚klassischen’ Region des Ruhrgebiets, sondern auch am Niederrhein verbreitet war – und noch ist – und dort ebenfalls seine musealen Spuren hinterlassen hat, kann man seit dem 19. März 2006 im neu eröffneten Museum „Haus des Bergmanns" in Kamp-Lintfort nachvollziehen. Die 1987 gegründete „Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – linker Niederrhein e.V.", deren Team aus ehemaligen Bergleuten besteht, hatte seit fast 20 Jahren zur Geschichte des Bergbaus um die 1906 gegründete, heute noch bestehende Zeche Friedrich Heinrich zahllose Exponate, Fotos und Archiv-Dokumente zusammengetragen, diese aber nur unter unzureichenden räumlichen Bedingungen im Vereinsheim präsentieren können. Mit Hilfe der Sparkasse Duisburg, der Rhein Lippe Wohnen GmbH, des Bergwerks West und der örtlichen Handwerkerschaft konnte sie ein von der Stadt überlassenes Doppelhaus in der alten Zechensiedlung sanieren und zum Museum umbauen. Während die eine Hälfte des Gebäudes für die historische Dokumentation und Wechselausstellungen genutzt wird, wurde die andere als Bergmannswohnung etwa der Zeit von 1920 bis 1950 eingerichtet und bis ins Detail – ein frisch gebackener Kuchen auf dem Küchentisch, Einmachgläser und Kartoffelkiste im Vorratskeller – ausgestattet. Um die damaligen Lebensverhältnisse drastisch zu unterstreichen, wurde sogar das Plumpsklo rekonstruiert, allerdings ins Hausinnere verlagert. Der Keller unter den beiden Häusern wurde zu einem ‚Stollen’ ausgebaut, in dem kleine Gruppen auch Kaffee trinken können.