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Die ehemalige Zisterzienserabtei Kamp war von ihrer Gründung im Jahr 1123 bis zur Aufhebung im Jahr 1802 fast siebenhundert Jahre lang ein bedeutendes geistliches und kulturelles Zentrum am Niederrhein. Mehr als 150 Jahre nach der Säkularisation kehrte 1954 mit dem holländischen Konvent der Beschuhten Karmeliten noch einmal für ein halbes Jahrhundert mönchisches Leben auf den Kamper Berg zurück. Seit 2004 unterhält das „Geistliche und Kulturelle Zentrum Kloster Kamp" in den noch erhaltenen Räumen der ehemaligen Abtei eine Begegnungsstätte, zu der inzwischen auch das 1987 eröffnete Museum im Agathastift gehört.
Auf der Grundlage einer veränderten Konzeption wurde seit Herbst 2004 ein neues Gestaltungskonzept für das Museum verwirklicht. Die Katholische Pfarrgemeinde St. Josef stellte weitere kostbare liturgische Gewänder und Geräte der ehemaligen Klosterausstattung zur Verfügung. Zusammen mit dem kunsthistorisch einmaligen „Kamper Antependium" aus der Mitte des 14. Jahrhunderts sind sie im Obergeschoss des Museums in einer „Schatzkammer" ausgestellt, die in ihrer Präsentation die traditionellen liturgischen Farben aufgreift und mit heutigen Gestaltungsmitteln spannungsvolle Akzente setzt.
Auch der berühmte „Kamper Stammbaum" von 1728 ist jetzt im Original zu sehen; zwei speziell für das Museum in Auftrag gegebene Filme führen in die Geschichte der Abtei Kamp und den Alltag heutiger Zisterzienserklöster ein. Somit kann das neu gestaltete Museum in Zukunft wieder dazu beitragen, die frühere geistige und kulturelle Ausstrahlung der Abtei auf dem Kamper Berg lebendig werden zu lassen.
Die Maßnahme mit Gesamtkosten von 180 000 Euro wurde aus Mitteln des Landschaftsverbandes Rheinland, der Sparkassen Kulturstiftung Rheinland und der Stadtsparkasse Duisburg finanziert. Für die museografische Umsetzung war der Museumsgestalter Günter Marquardt, Köln, verantwortlich.