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Am 8. Januar 2004 wurde im Duisburger Innenhafen das ATLANTIS Kindermuseum eröffnet. Standort ist der sanierte historische Werhahnspeicher, in dem auf drei Stockwerken 2800 qm Fläche zur Verfügung stehen. Nach dem Vorbild amerikanischer Kindermuseen entstand eine Ausstellung, in der sich Kinder zwischen vier und zwölf Jahren allein oder in Begleitung auf spielerischem Weg mit verschiedenen Themen beschäftigen, experimentieren und auf Entdeckungen gehen können. Ausgehend von der Funktion des ehemaligen Kornspeichers, seiner Lage am Hafen und der Nähe zum mittelalterlichen Stadtkern Duisburgs umfasst die Ausstellung die Themenbereiche „Unter der Stadt", „In der Stadt" und „Über der Stadt" mit zehn Ausstellungsstationen. In großräumigen, begeh- und bespielbaren Inszenierungen, Modell-Landschaften, Labors und Nachbauten historischer Räume stoßen die Besucher u.a. auf ein versunkenes Schiff, eine archäologische Ausgrabungsstelle, eine Wasserlandschaft, einen Lastkahn mit Kran zum Verladen der Getreidesäcke und schließlich einen schummrigen, mit Trödel angefüllten Speicher.
Die Themen erschließen sich weitgehend von selbst. Zusätzliche Informationen oder Verständnishilfen bietet pädagogisch ausgebildetes Personal, das auf allen Stockwerken präsent ist.
Die Initiative geht auf einen zwischen 1996 und 1999 durchgeführten Modellversuch in Essen zurück, wo das Projekt unter dem Namen „Carloseum" in der ehemaligen Zeche Carl realisiert werden sollte. Da die Stadt Essen die Mitfinanzierung aus Städtebaufördermitteln nicht übernehmen konnte, bot sich als Alternative der Duisburger Innenhafen an, dessen Umnutzung im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park gefördert wird.
Träger des ATLANTIS Kindermuseums ist die Stiftung Deutsches Kindermuseum. Die Stadt Duisburg stellte das Gebäude mietfrei zur Verfügung. Die Kosten für den Umbau beliefen sich auf 25 Millionen Euro, von denen die damit beauftragte Gemeinnützige Baugesellschaft der Stadt 4 Millionen Euro übernahm; 12 Millionen Euro wurden aus EU-Mitteln und 9 Millionen Euro aus Städtebaufördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen bereitgestellt. Die Gesamtkosten für die Einrichtung der Ausstellung von 2,4 Millionen Euro wurden zu 70 Prozent von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt getragen. Die jährlichen Sach- und Personalkosten für 18 feste und 30 freie Mitarbeiter sollen durch die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern von 7,50 Euro pro Person gedeckt werden. Erwartet werden 200 000 Besucher im Jahr.