BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//hacksw/handcal//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
BEGIN:VEVENT
DTEND:20200105T180000
UID:69f43cd98dfe2
DTSTAMP:20260501T074041
LOCATION:Gustav-Heinemann-Str. 80\, 51377 Leverkusen
DESCRIPTION:Die künstlerischen Projekte von Francis Alÿs entwickeln sich über mediale Grenzen hinweg (Zeichnungen, Malereien, Aktionen, Fotografien, Filmen und Installationen) und meist über einen längeren Zeitraum. Die Geschichten, die er erzählt, und die Bilder, die er für diese Geschichten findet, zeugen von sensiblen Beobachtungen des menschlichen Seins in urbanen Kontexten.  Oftmals tritt er selbst als Protagonist in Aktion, wenn er den "Raum" durchschreitet, Handlungen vollführt, die knapp an der Grenze des Banalen oder des Paradoxen entlangschlittern. Und dennoch werden in seinen Kunstwerken diese scheinbar alltäglichen Gesten zu Metaphern von etwas Grundsätzlichem. Problematiken, die unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert betreffen wie beispielweise Migration und das Ziehen von Grenzen oder auch die Auswirkungen der Globalisierung, finden darin einen mehrfach gebrochenen Widerhall. \n\nMit sozialkritischen Aktionen und Studien, simplen Gesten und poetischen Interventionen agiert Alÿs ähnlich wie Joseph Beuys am Berührungspunkt von Kunst und Gesellschaft, indem er entweder die Dinge und mithin gesellschaftliche Normen in Bewegung setzt oder sich selbst als Spaziergänger in die Welt einschreibt. Die einfachen, fast lapidaren künstlerischen Gesten stehen oftmals im Kontrast zu den komplexen Verweisen, die seine Werke auszeichnen und die den Bogen zu aktuellen gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Fragestellungen schlagen. Alltägliche Lebenswirklichkeiten und gesellschaftliche Ordnungssysteme, die ihren Ursprung in der Rationalität der westlichen Moderne besitzen, werden mit konkurrierenden Modellen konfrontiert. Im zentralen Motiv von Mexico City, der komplexen lateinamerikanischen Megametropole, koexistieren und kollidieren die Systeme in grandiosen Bildern und zeigen das Paradoxe des Zusammentreffens zweier Wirklichkeiten. Die Stadt, die Alÿs seit Jahren zu seinem Lebens- und Arbeitsmittelpunkt gemacht hat, ist ihm Inspirationsort für seine von Ambivalenz und Vieldeutigkeit geprägten Arbeiten. \n\nDie Ausstellung "Francis Alÿs. The Private View – Werke in deutschen Sammlungen" im Museum Morsbroich zeigt den Künstler als einen genialen Schöpfer von Bildern, die unterschiedliche Bereiche unserer Welt über politische, gesellschaftliche und kulturelle "Verstrickungen" miteinander verbinden und damit unsere Sichtweise verändern und zu komplexen Interpretationen führen. Indem simpelste alltägliche Gesten auf globale politische Ordnungssysteme verweisen, wird ALLES bedeutsam und ALLES miteinander verknüpft.  \n\nDie Einzelpräsentation im Museum Morsbroich, in der frühe und auch selten gezeigte Werke des Künstlers zu sehen sein werden, entsteht in enger Zusammenarbeit mit privaten Sammlungen sowie institutionellen Leihgebern. \n\nFrancis Alÿs (*1959 in Belgien) gehört zu den bekanntesten zeitgenössischen Künstlern seiner Generation. \n\nKuratorin der Ausstellung ist Stefanie Kreuzer
URL;VALUE=URI:
SUMMARY:Francis Alÿs. The Private View –  Werke aus deutschen Sammlungen
DTSTART:20190922T080000
END:VEVENT
END:VCALENDAR