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LOCATION:Schloßstr. 1\, 41541 Dormagen-Zons
DESCRIPTION:Wir machen Sport, lernen Sprachen, beschäftigen uns mit Naturwissenschaft und Religion und lernen alles mit heißem Bemühen. Wenn wir aber malen, zeichnen, Kunst machen, wissen wir, dass wir im Gegensatz zur Wissenschaft lügen, wir geben aber auch nicht vor die Wahrheit zu wissen.\n\nBilder haben keinen Wahrheitsgehalt. Bilder sind Medien in dem Sinne, dass sie, wie andere Medien auch, etwas wiedergeben, was sie nicht selbst sind. Gerhard Richter: "Bilder stellen etwas dar, was sie nicht sind". RP vom 07.07.18\n\nWas etwas wiedergeben will, kann nicht selbst das sein, was es wiedergibt. Also sind Medien von dem, was sie wiedergeben, verschieden; und sobald Medien wahrgenommen werden, stehen sie gleichsam in der Mitte zwischen dem Wiedergegebenen und dem Wahrnehmenden: Auf eben diese Mittelstellung verweist auch der Begriff des Mediums (medium = das Mittlere). Das wiederum hat zur Folge, dass Medien niemals vollkommen transparent auf das Wiedergegebene sein können, dass sie sich vielmehr an irgendeiner Stelle selbst, d. h. in ihrer eigenen Beschaffenheit, ins Spiel bringen.\n\nWir haben uns davon befreit, etwas Nützliches darstellen zu wollen und malen ungehemmt alles, was uns gefällt und auch den Vorgaben des Zentralabitur entspricht. Der Maler Gerhard Richter ist ein fester Bestandteil curricularer Vorgaben. Die unterrichtliche Erarbeitung seiner Absichten, Bilder und philosophischer Ansichten haben uns inspiriert.\n \nGezeigt werden Bilder aus dem Schulleben, schulische Porträts und inszenierte Situationen. Unsere Bilder und Zeichnungen kreisen um uns selbst. Wir beschäftigten uns künstlerisch mit unserer unmittelbaren Geschichte. Wir und Schule.\n "Pssst, sei ganz still", signalisieren unsere Bilder und fordern schweigendes Staunen, das so natürlich nicht geduldet wird. Das künstlerische Sehen verhält sich zur Kritik und zur sprachlich geprägten Bildung wie das Löschblatt zur Tinte - es hat sie in sich aufgesaugt und ausgelöscht.\n\nSchülerinnen: "Wir begannen immer mit Fotografien, die miteinander kombiniert wurden. Unsere Malerei war beinahe Meditation. Freigesetzt von der Verpflichtung, bewusst ein Bild konstruieren zu müssen und an Proportionen, Perspektivität und Raumaufbau zu denken, gaben wir uns der selbst gewählten Vorlage hin und entdeckten im Malprozess ihre bildnerische Logik. Danach beschäftigten wir uns mit dem Genre des Selbstporträts. Am Anfang rangen wir noch mit der Technik, aber dann lösten wir uns von der fotografischen Qualität. Die Einschreibung des Unperfekten, Deformierten, Geschundenen und Verlebten ins Bildgeschehen interessierte uns.\n\nWir verwendeten Schwämme, Lappen, schmutzige Pinsel und auch die Finger und bearbeiteten die Zeichnungen mit der Schleifmaschine. Wenn es mal nicht mehr weiterging, durfte die Farbe auch über das Bild gegossen werden, um einen Neuanfang zu initiieren. In der Hoffnung auf den Einfall praktizierten wir zunächst den Zusammenfall des Bildes.\n\nFreigestellt von der Verpflichtung affirmative Wahrheiten zu verkünden, konnten sich unsere Bilder darauf spezialisieren, die anerkannten, Schönheit verheißenden Diskurse mit alternativen Realitätsversionen zu konfrontieren.
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SUMMARY:Unsere Bilder lügen! - Wirklichkeitsdiffusion. Eine Ausstellung des Kunst-Leistungskurses "MINERVA" am Erzbischöflichen Gymnasium Marienberg
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