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LOCATION:Wuppertaler Str. 160\, 42653 Solingen-Gräfrath
DESCRIPTION:Mit dieser großen Einzelausstellung will das Zentrum für verfolgte Künste ab dem 26. November einen fast vergessenen Zeitgenossen von George Grosz und Otto Dix in den Fokus rücken.\n\nLange wurde der Künstler von der deutschen Museumslandschaft vernachlässigt, war eher einem kleinen Kreis von Sammlern und Galeristen bekannt. Dabei lebte der 1898 in Berlin geborene Maler bis 1982 in Tirol, wohin er 1939 vor den Nazis floh. Scholz vertritt den „Expressiven Realismus“, seine Bilder erzählen vom ausschweifenden Leben im „zügellosen“ Berlin der 1920er-Jahre ebenso wie von den Menschen in ihrer existentiellen Einsamkeit und Not. Seine Hauptmotive sind einzelne Menschen, Landschaften und religiöse Motive. Scholz` Stil zeichnet sich durch gedämpfte Farben bei wilder Expressivität aus. Dass er auch immer politisch dachte, zeigt ein Tagebucheintrag von 1931: „Ja, es ist höchste Zeit, sich der wütenden Kulturzerstörerei der Nazis entgegenzustemmen, ihr mit tatkräftiger Arbeit zu antworten. Papierne Pamphlete und Proteste werden heute, wie uns die täglichen Ereignisse beweisen, gegenstandslos.“\n\nAb 1933 wird sein Schaffen von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert, der Künstler mit Ausstellungsverbot belegt. In der Münchner Femeschau „Entartete Kunst“ stellen die Nazis 1937 sein Triptychon „Das tote Kind“ und das „Stillleben mit Amaryllis“ an den Pranger, die Werke sind seither verschollen. Im Bombenhagel des Jahres 1944 wird sein Berliner Atelier zerstört und damit der größte Teil seines vor dem Krieg geschaf-fenen Werkes. Erst Ende der 1950er-Jahre erfährt er, dass einige Werke gerettet werden konnten, so das „Kind zwischen Gräbern“, das in der Solinger Ausstellung zu sehen ist.\n\nIn der ständigen Sammlung des Zentrums für verfolgte Künste befindet sich lediglich eine Farblithografie von Werner Scholz als Dauerleihgabe – die „Halbweltdame am Caféhaus-tisch“ von 1929. Ohne die erfolgreichen Bemühungen von Dr. Klaus Metzelder, einem en-gen Freund des Künstlers, wäre die aktuelle Werkschau nicht zustande gekommen. Er war es, der Zeichnungen, Druckgrafiken und Gemälde aus verschiedenen Sammlungen zusammengetragen und dem Museum zur Verfügung gestellt hat.\n\nZur Ausstellung liegt ein Katalog vor. Er ist im Museumsshop erhältlich.\n\nDie Hörführung zur Ausstellung steht ab dem 26. November 2017 auf der Homepage des Zentrums kostenfrei zur Verfügung. Ein Audiogerät kann für 2€ an der Museumskasse entliehen werden.
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SUMMARY:Wider den schönen Schein der Welt -  Der Expressionist Werner Scholz
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