Stadt Düsseldorf, ab 14.01.2026, 30 Tage

Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf

Abgewandter Lear. Corina Gertz trifft Esther Bialas – Foto trifft Kostüm

01.12.2025 - 19.04.2026
Goethe-Museum Düsseldorf/Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung

Alle brauchen Märchen. Goethes 'Märchen' heute

21.11.2025 - 01.03.2026
Kunstpalast

Das Fünfte Element - Werke aus der Sammlung Kemp

26.11.2025 - 22.03.2026
Akademie-Galerie - Die Neue Sammlung

Der Bildatlas der Akademie – Erika Kiffl und das Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene (AFORK)

24.10.2025 - 08.02.2026
Kunstpalast

DIE GEHEIME MACHT DER DÜFTE

29.10.2025 - 08.03.2026
Stiftung Schloss und Park Benrath - Naturkundemuseum

DIE WANDERFISCHE DES RHEINS UND IHRE RÜCKKEHR

10.10.2025 - 09.10.2026
Gerhart-Hauptmann-Haus. Deutsch-osteuropäisches Forum

Flüchtiges Glück – Befreiung aus Theresienstadt

06.05.2025 - 27.02.2026
Mahn- und Gedenkstätte für die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft in Düsseldorf

gefährdet leben. Queere Menschen 1933 bis 1945

28.10.2025 - 05.06.2026
K20 K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen - K21 Kunstsammlung im Ständehaus

Grund und Boden. Wie wir miteinander leben

29.11.2025 - 19.04.2026
Kunstpalast

Künstlerinnen! Von Monjé bis Münter

25.09.2025 - 01.02.2026
Heinrich-Heine-Institut

Mit eigenem Lichte leuchten – Schätze aus der Museumssammlung

30.08.2025 - 29.08.2026
Kunstpalast

Only Murders in the Museum

04.11.2025 - 03.05.2026
K20 K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen - K20 Kunstsammlung am Grabbeplatz

Queere Moderne. 1900 bis 1950

27.09.2025 - 15.02.2026
K.I.T. - Kunst im Tunnel

restraumraumrest

22.11.2025 - 08.03.2026
NRW-FORUM Düsseldorf

SEX NOW

04.09.2025 - 05.05.2026
Gerhart-Hauptmann-Haus. Deutsch-osteuropäisches Forum

STUS. Erste Ausstellung über den ukrainischen Dichter und Freiheitskämpfer Vasyl Stus

05.09.2025 - 27.02.2026
Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf

Szenenwechsel. Schätze aus der Kunst- und Grafiksammlung

17.04.2025 - 08.02.2026
Kunsthalle Düsseldorf

Wohin? Kunsthalle/Stadt/Gesellschaft der Zukunft

11.10.2025 - 01.02.2026
SchifffahrtMuseum Düsseldorf

Zurück an den Rhein – Die Geschichte der Rheinuferpromenade (Schaufensterausstellung)

04.10.2025 - 01.02.2026

Goethe-Museum Düsseldorf/Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung

Besucheranschrift

Schloß Jägerhof - Jacobistr. 2
40211 Düsseldorf

Postanschrift

Jacobistr. 2
40211 Düsseldorf

Tel.:

(0211) 8996262

Fax:

(0211) 8929144

Goethes "jüngerer Bruder": Karl Philipp Moritz (1756-1793)
30.08.2022 - 30.10.2022

Ausstellung

Beschreibung

„Führe mich zu Moritz“, sagte ich heute morgen zu meinem Lohnbedienten.

„Wer ist das, Moritz?“
„Wer das ist? Philipp Moritz, der Schriftsteller, der Philosoph, der Pädagog, der Psycholog.“
„Warten Sie, warten Sie!
Sie sagen zuviel auf einmal; man muß ihn im Adreßkalender unter irgendeinem Titel suchen; er ist also (indem er ein Buch aus der Tasche zog), er ist also ein Philosoph, wie Sie sagen? Wir wollen sehen …“
(Nikolaj Karamzin, Briefe eines russischen Reisenden; Berlin, 6. Juli 1789)

Wenige Schriftsteller hat Goethe neben sich bestehen lassen, der sieben Jahre jüngere Karl Philipp Moritz aber wurde von ihm nie in seiner Bedeutung angetastet. Man hat den genialischen Autor als "Schreckensmann" (Arno Schmidt) und als sympathischsten Klassiker der deutschen Literaturgeschichte bezeichnet. Goethe selbst fand: "Er ist wie ein jüngerer Bruder von mir, von derselben Art, nur da vom Schicksal verwahrlost und beschädigt, wo ich vorgezogen und begünstigt bin".
Diesem ähnlichen und doch anderen Goethe widmet sich die Sonderausstellung. Der aus ärmlichem Elternhaus stammende Moritz zählt zu den wichtigsten deutschen Autoren im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts; er hat trotz seines kurzen Lebens – er wurde nur 36 Jahre alt – eine Vielzahl unterschiedlichster Werke aus vielen Fachbereichen hinterlassen: wollte Schauspieler werden, wurde aber Lehrer, Journalist, Literat, Psychologe, schließlich Akademieprofessor. Auf den ersten Blick steht er für Chaos, wo Goethe Ordnung wollte; während Goethe eine penible Registratur führte, bewahrte Moritz seine Manuskripte in einer Tonne auf. Wo Goethe auf die Tätigkeit setzte, schien Moritz sich stets auf sich selbst 'zurückzubeugen'. Auf den zweiten Blick aber wird die Bedeutung des Jüngeren als die eines Mitbegründers der klassischen Ästhetik deutlich. Der aus Hameln gebürtige Moritz verehrte den Meister aus Weimar, tat ihm dessen Italienreise nach, gewann in Rom seine Freundschaft und veröffentlichte 30 Jahre vor Goethe eine große Beschreibung seiner Reise durch Italien. Moritz' Kunstanschauung beeinflusste auch Goethe; als dieser sein Humanitätsdrama Iphigenie in Verse umschrieb, diente ihm Moritz als Leitstern. Moritz veröffentlichte den einzigartigen "psychologischen Roman" Anton Reiser und nahm damit Karl Ove Knausgård um 200 Jahre voraus; Goethe verzichtete auf die quälende autobiographische Selbstentblößung und publizierte den Bildungsroman von Wilhelm Meister.

Die Ausstellung konfrontiert Goethe und Moritz und zeigt ihre uneinige Ähnlichkeit anhand vieler Originalhandschriften, Drucke und Porträts der beiden Autoren.

Link zur Ausstellung:

www.goethe-museum.com

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