Haus Mödrath

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When We Were Monsters
21.02.2021 - 20.03.2022

Ausstellung

Beschreibung

Eine Ausstellung von James Richards mit Tolia Astakhishvili, Albrecht Becker, Christian Friedrich, Bastien Gachet, Isa Genzken, Margarethe Held, Adrian Hermanides, Anne McGuire, Steve Reinke, Rachel Reupke, JX Williams

James Richards ist bekannt für provokante und suggestive Bewegtbildarbeiten, in denen er ein breites Spektrum an Quellenmaterial aus Amateurfilmen, privaten und öffentlichen Archiven oder Fernsehausschnitten collagiert und mit vielschichtigen Soundtracks anreichert. Richards Werk widmet sich den unaufhaltsamen Bilderströmen, die kennzeichnend für das 21. Jahrhundert geworden sind: Seine Arbeiten filtern, sortieren und verdichten angesammeltes Material zu einem Raum, in dem sich persönliche Empfindungen und die Materialität des Digitalen begegnen. Parallel zu seiner filmischen Praxis realisiert Richards Ausstellungsprojekte, die durch Archivrecherchen und einen andauernden Dialog mit anderen Künstler:innen informiert sind.

Haus Mödrath – Räume für Kunst präsentiert mit When We Were Monsters die bisher größte Ausstellung des Künstlers. Auf den vier Etagen des Hauses versammelt Richards Arbeiten, die über die zahlreichen Räume hinweg sowohl räumliche als auch konzeptionelle Resonanzen erzeugen. Die Ausstellung webt Richards Sound- und Videoinstallationen sowie skulpturale Arbeiten ineinander und zeichnet die Beziehungen und Einflüsse rund um seine Praxis nach: darunter Kollaborationen, die mit langjährigen Gesprächspartner:innen entstanden sind, Werke von engen Freund:innen und für ihn prägenden Künstler:innen.

Eine zentrale Rolle nimmt die Präsentation des titelgebenden neuen Films When We Were Monsters ein; eine Zusammenarbeit mit dem Künstler und Autor Steve Reinke. Seit 2008 schicken sich Reinke und Richards in unregelmäßigen Abständen Bild- und Textmaterial über den Atlantik hinweg in ihre jeweiligen Studios nach Chicago und Berlin. When We Were Monsters entstand während des ersten europäischen Covid-19-Lockdowns und spiegelt die molekulare Instabilität und existenzielle Tragweite dieser, von Ungewissheit bestimmten, Zeit wider.

Das Interesse an den Grenzen der Wahrnehmung und ausgefransten Rändern individueller Subjektivität, bildet den Fokus der gesamten Ausstellung. Röntgenbilder, Traumsequenzen, Geisterporträts und autoerotische Collagen – die Auswahl spürt jener Schwelle nach, an der vergangene sowie gegenwärtige technologische Untersuchungs- und Klassifizierungsmethoden an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, durchbrochen werden und das vermeintlich Ungeheuerliche hervortritt. Mehrere Arbeiten wurden für die Ausstellung neu konzipiert. Sie bilden ein Echo auf andere Werke, reagieren parasitär auf das Haus selbst. Teils Anthologie, teils Cadavre-Exquis, erfreut sich When We Were Monsters an den Abweichungen und Perversionen, die bei näherer Betrachtung oder der Suche nach stabilen Bedeutungen auftauchen – daran, was passiert, wenn wir unseren Sehnsüchten und Begehren nachgehen und die brüchige Linie zwischen Innen und Außen, Selbst und Anderem, dem Körper und der Welt finden.

Link zur Ausstellung: http://www.haus-moedrath.de/de/ausstellung_when_we_were_monsters.html

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag sowie an ausgewählten Feiertagen

Link zur Ausstellung:

www.haus-moedrath.de
Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag sowie an ausgewählten Feiertagen.

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