Haus der Seidenkultur / Historische Paramentenweberei Hubert Gotzes

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Mit dem Land verwoben, von Hauswebern und Seidenfabrikanten
26.09.2021 - 13.03.2022

Ausstellung

Beschreibung

Die geographische Nähe zur blühenden Samt- und Seidenstadt nutzten viele angrenzenden Ortschaften, um auch vom klangvollen Namen Krefeld zu partizipieren. So hielt der Zug in der Niersgemeinde im Bahnhof „Grefrath bei Krefeld“. Wer zur Peripherie Krefelds gehörte – quasi ein Qualitätsmerkmal - drückte dies auch auf seinen Postkarten aus.

Jetzt hat der Kulturraum Niederrhein in seiner aktuellen Ausstellungsserie die Peripherie in den Vordergrund gerückt. Das Krefelder Haus der Seidenkultur (HdS) hat dabei den Focus auf Hüls gerichtet; ein Ortsteil mit einer wechselhaften kommunalen, wirtschaftlichen und religiösen Geschichte, die jetzt in der Ausstellung „Mit dem Land verwoben, von Hauswebern und Seidenfabrikanten“ erzählt wird.

Genügend Stoff bietet der Ortsteil Hüls im wahrsten Sinne des Wortes. So wurde Hüls einst von zwei unterschiedlichen (Glaubens-)Systemen regiert: Der zur Grafschaft Moers gehörende nördliche Teil von Hüls war wie Krefeld religiöser „Freistaat“. Deshalb siedelten sich dort neben Protestant*innen und Mennonit*innen auch Jüdinnen*Juden an. Die übrige Ortschaft war dem kurkölnischen, also dem katholischen Raum, zugeordnet.

Die religiöse Vielfalt lockte viele namhafte Textilbetriebe an. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zählte Hüls, neben Anrath und St. Tönis, zu den wichtigsten stadtnahen Produktionsstätten der Krefelder Seidenverleger. Die Hausweberei entwickelte sich zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig und verlor mit der Entstehung der mechanischen Webereien nach und nach an Bedeutung. Bis 1970 war Hüls selbständige Gemeinde, wurde dann zunächst ein Stadtteil von Kempen und im Jahr 1975 schließlich nach Krefeld eingemeindet.

Link zur Ausstellung:

www.seidenkultur.de

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