Zentrum für verfolgte Künste

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Unerwünschte Bilder. Dr. Rolf Jessewitsch zeigt Werke in neugestalteten Räumen
10.08.0201 - 01.03.2020

Ausstellung

Beschreibung

Dr. Rolf Jessewitsch hat seine Arbeit als Direktor des Zentrums für Verfolgte Künste und des Kunstmuseums Solingen beendet und geht – zumindest was diese Aufgaben betrifft – in den Ruhestand. Der Landschaftsverband Rheinland und die Stadt Solingen als Träger des Zentrums verabschiedeten ihn in einer Feierstunde.

Angesichts des Attentats auf die jüdische Synagoge in Halle wurde die grausame Aktualität der Arbeit des Zentrums auch und gerade bei der Verabschiedung seines Gründungsdirektors deutlich.

Dr. Rolf Jessewitsch selbst hat in umgestalteten Räumen des Museums seine Abschiedsausstellung zusammengestellt, mit Werken und Schicksalen, die ihm am Herzen liegen und zugleich einen Arbeitsschwerpunkt des Zentrums zeigen: Bilder von Künstlern, deren Werke ab 1933 beschlagnahmt oder sogar 1937 auf der Ausstellung „Entartete Kunst“ in München und ihren Folgestationen gezeigt wurden.

Dr. Jessewitsch: "Da gibt es viele Stilbegriffe und viele Vorwürfe gegen die Künstler, aber im Grundsatz ging es zentral um die Unterdrückung jeder persönlichen Ausdrucksweise. Das traf vor allem Künstler, die der jungen, wegweisenden Kunstentwicklung angehörten." Möglichst naturgetreu und unkritisch sollten Bilder sein, jede persönliche Meinungsäußerung war unerwünscht, auch in Bildern. "Nun können Besucher nachvollziehen", so der Museumsdirektor weiter, "welche künstlerischen Ansätze damals aus der Öffentlichkeit verbannt werden sollten."

Die Ausstellung in Solingen wird auch Thema eines Seminars sein, das Dr. Jessewitsch nach seiner Pensionierung im kommenden Wintersemester an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf anbietet und mit dem das Zentrum für verfolgte Künste eine Verbindung zu dieser Universität erhält.

Die meisten der gezeigten Werke konnten mit Mitteln aus dem Etat der Beauftragten für Kultur und Medien, Staatsministerin Monika Grütters, erworben werden.

Link zur Ausstellung:

www.verfolgte-kuenste.de/

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